Hertha BSC kassiert erste Niederlage nach sieben Siegen in Serie
Am 15. Spieltag der 2. Bundesliga musste Hertha BSC im Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg eine überraschende 0:2-Niederlage hinnehmen. Nach sieben aufeinanderfolgenden Erfolgen verpassten die Berliner im Olympiastadion vor 45.563 Zuschauern den Sprung auf einen Relegationsplatz. Trotz der starken Ausgangslage gelang es dem Team von Trainer Stefan Leitl nicht, die Defensive des Tabellenletzten zu überwinden.
Spielverlauf ohne frühe Torraumszenen
Die erste Halbzeit blieb torlos und geprägt von einem verhaltenen Spiel beider Mannschaften. Die ersten Chancen waren auf beiden Seiten nur vereinzelt zu verzeichnen: Herthas Fabian Reese hatte in der zweiten Spielminute die Möglichkeit zur Führung, verfehlte jedoch das Tor. Auf Magdeburger Seite zeigte sich das Team diszipliniert und ließ kaum gefährliche Angriffe zu. Die Partie spielte sich überwiegend im Mittelfeld ab, ohne nennenswerte Strafraumsituationen.
Magdeburg setzt mit zwei späten Treffern den Unterschied
Nach der Pause erhöhte sich die Intensität spürbar. Magdeburg hätte in der 52. Minute in Führung gehen können, scheiterte jedoch an Herthas Keeper Tjark Ernst. Drei Minuten später setzte Michael Cuisance aus etwa 20 Metern eine Distanzschuss knapp am Tor vorbei und verpasste so die mögliche Führung für die Heimelf.
In der Schlussphase gelang dem 1. FC Magdeburg dann der entscheidende Durchbruch: In der 74. Minute verwertete Alexander Nollenberger eine präzise Hereingabe volley aus rund sechs Metern. Zehn Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit setzte der eingewechselte Rayan Ghrieb mit einem Treffer in der Nachspielzeit den Schlusspunkt zum 2:0 für die Gäste.
Hertha-Bemühungen bleiben erfolglos
Hertha intensivierte nach dem Gegentor den Druck und versuchte vehement den Ausgleich zu erzwingen. Trotz einiger Konterchancen konnten die Berliner keine gefährlichen Abschlüsse mehr erwirken. Das Team wirkte vor der Abwehr des 1. FC Magdeburg oft zu unkonzentriert, wodurch viele Angriffe verpufften.
Trainer Stefan Leitl musste dabei auf mehrere Stammspieler verzichten, unter anderem aufgrund von Muskelproblemen fehlten Kennet Eichhorn und Marton Dardai. Zudem feierte Stürmer Dawid Kownacki nach langer Verletzung sein Startelf-Comeback, konnte allerdings die Leistung der Mannschaft nicht entscheidend beflügeln.
Auswirkungen auf die Tabelle
Durch die Niederlage bleibt Hertha BSC mit 26 Punkten auf dem siebten Rang und hat nun drei Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz. Der 1. FC Magdeburg belegt weiterhin den letzten Tabellenplatz, konnte mit dem Auswärtserfolg aber zumindest Anschluss an die Nichtabstiegszone halten. Mit 13 Punkten schob sich der FCM wieder näher an die Konkurrenz heran und feierte den zweiten Sieg in Folge.
Fazit
Magdeburg präsentierte sich als clever agierendes Team, das trotz der ersatzbedingten Schwächungen seine Chancen nutzte und defensive Stabilität bewies. Hertha BSC dagegen bekam die Defensivleistung der Gäste nie richtig in den Griff und scheiterte insbesondere an der fehlenden Durchschlagskraft vor dem Tor. Die Niederlage stellt für die Alte Dame einen herben Rückschlag im Kampf um die Aufstiegsplätze dar.
