SC Freiburg und Borussia Dortmund trennen sich 1:1 im Bundesliga-Duell
Am 14. Spieltag der Fußball-Bundesliga trafen der SC Freiburg und Borussia Dortmund im Europa-Park-Stadion aufeinander. Die Begegnung endete mit einem leistungsgerechten 1:1-Unentschieden, wobei Dortmund in der ersten Halbzeit die Führung durch Ramy Bensebaini erzielte, die Freiburg nach der Roten Karte gegen Jobe Bellingham durch ein sehenswertes Tor von Lucas Höler egalisierte.
Dominanter Beginn der Dortmunder
Die Gäste aus Dortmund starteten mit viel Ballbesitz und drückten von Anfang an aufs Tempo. Bereits in den ersten Minuten gab es mehrere gefährliche Situationen durch Serhou Guirassy, der per Kopfball ansetzte, sowie durch Angriffe von Yan Couto. Ein Pfostentreffer von Carney Chukwuemeka und ein Abschluss von Emre Can, der von Freiburgs Torwart Noah Atubolu pariert wurde, verdeutlichten die Feldüberlegenheit der Kovac-Elf.
In der 31. Minute wurde diese Überlegenheit mit dem Führungstreffer belohnt. Nach einer Flanke von Yan Couto geriet die Freiburger Defensive in Verwirrung, sodass Ramy Bensebaini am zweiten Pfosten den Ball annahm und im zweiten Versuch erfolgreich einnetzte. Dieser Treffer spiegelte den Spielfluss der Dortmunder wider und sorgte für berechtigte Führung zur Halbzeit.
Wendepunkt: Rote Karte für Bellingham
Nach der Pause änderte sich das Bild deutlich. In der 53. Spielminute sorgte eine Notbremse von Jobe Bellingham für seine zweite Gelbe Karte und folglich den Platzverweis. Dortmund musste fortan in Unterzahl agieren und stellte sich defensiver ein. Freiburg nutzte die numerische Überlegenheit zunehmend und drängte auf den Ausgleich.
Freiburg drängt auf den Ausgleich
Die Breisgauer erspielten sich zahlreiche Chancen, konnten diese zunächst jedoch nicht nutzen – unter anderem trafen sie auch die Latte. Lucas Höler erlöste sein Team in der 75. Minute mit einem spektakulären Treffer. Sein Seitfallzieher aus der Drehung überwand den Dortmunder Schlussmann und stellte den Spielstand auf 1:1.
In der Folge blieb Freiburg das aktivere Team, während Dortmund vor allem mit Defensivarbeit beschäftigt war. Ein später Abseitstreffer der Freiburger durch Matanovic wurde aberkannt, sodass sich an der Punkteteilung nichts mehr änderte.
Tabellenentwicklung und Ausblick
- Dortmund verpasst durch den Punktgewinn den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz und bleibt mit Leipzig punktgleich auf Rang drei
- Freiburg verbessert sich leicht und belegt nun Platz neun mit 17 Punkten
- Für die Freiburger steht am kommenden Samstag ein Auswärtsspiel in Wolfsburg auf dem Programm
- Der BVB empfängt am Freitag den FC Borussia Mönchengladbach im heimischen Stadion
Personelle und taktische Aspekte
Dortmund musste im Vergleich zum jüngsten Champions-League-Auftritt wegen Verletzungen und angeschlagenen Spielern einige Umbauten vornehmen und erschien mit Chukwuemeka und Guirassy in der Sturmspitze. Insgesamt war die Bank mit nur fünf Feldspielern dünn besetzt, auch wegen fehlender Youngster aufgrund disziplinarischer Gründe.
Der SC Freiburg reagierte personell mit einigen Umstellungen und setzte auf Spieler wie Höler, der sich mit seinem Treffer belohnte. Die Freiburger zeigten in der zweiten Hälfte ein starkes Spiel, das durch gutes Umschaltspiel und Entschlossenheit im Strafraum geprägt war.
Fazit
Die Partie zwischen dem SC Freiburg und Borussia Dortmund bot ein abwechslungsreiches Spiel mit einer dominanten ersten Halbzeit der Gäste und einer engagierten zweiten Hälfte der Hausherren. Die Rote Karte für Bellingham war der entscheidende Moment, der Freiburg ermöglichte, den Punktgewinn zu erzwingen. Letztlich trennte man sich leistungsgerecht unentschieden, wobei beide Mannschaften mit Licht und Schatten agierten.
