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Olympique de Marseille – AS Monaco FC 1:1 (2025-12-14)

Olympique de Marseille gegen AS Monaco: Spannendes Duell endet mit knapper Punkteteilung

Am Sonntagabend kam es im Stade Vélodrome zu einer Begegnung im Rahmen des 16. Spieltags der Ligue 1 zwischen Olympique de Marseille und AS Monaco. Vor heimischem Publikum trafen zwei Teams aufeinander, die unterschiedliche Herausforderungen in der laufenden Saison zu bewältigen haben, sich aber jeweils Chancen auf wichtige Punkte ausrechneten. Das Spiel endete mit einem Unentschieden von 1:1, das die Ausgeglichenheit beider Mannschaften unterstrich.

Ausgangslage vor dem Spiel

Marseille präsentierte sich vor dem Anpfiff als ungeschlagener Gastgeber in der laufenden Liga-Saison mit fünf Siegen und zwei Remis aus sieben Heimspielen. Die Phocéens wollten die zuletzt durchwachsenen Resultate im nationalen Ligabetrieb vergessen machen und an die starke Vorstellung im jüngsten Champions-League-Spiel anknüpfen, in dem sie Union Saint-Gilloise mit 3:2 bezwangen. Der Fokus lag darauf, die heimische Dominanz zu festigen und den dritten Tabellenplatz zu verteidigen.

AS Monaco dagegen zeigte eine wechselhafte Saison mit einer Tendenz zu unbeständigen Leistungen vor allem auswärts. Nach einem sensationellen Heimsieg gegen Paris Saint-Germain hatten die Monegassen zuletzt vier von fünf Ligaspielen verloren und damit wichtige Punkte im Kampf um die Europapokalplätze eingebüßt. Dennoch reisten sie mit dem Rückenwind eines Champions-League-Erfolgs gegen Galatasaray (1:0) an und wollten ihr Potenzial auf der „Canebière“ unter Beweis stellen.

Spielverlauf und Schlüsselszenen

In einem intensiven und oft umkämpften Spiel dominierten zunächst die Hausherren das Geschehen. In den ersten 25 Minuten setzten die Spieler von Roberto De Zerbi die Gäste stark unter Druck und erspielten sich einige gute Möglichkeiten. Mason Greenwood, bester Torschütze der Ligue 1 mit 11 Treffern zum Zeitpunkt des Spiels, sorgte mit seinem unermüdlichen Einsatz für die gefährlichsten Aktionen im Angriff. Auch Pierre-Emerick Aubameyang und Timothy Weah trugen sich mit Chancen in Szene.

Monaco zeigte sich in der Anfangsphase vor allem in der Defensive anfällig, fand aber allmählich Wege ins Spiel zurück. Die Gäste agierten mit schnellen Gegenstößen und suchten über das Mittelfeld, besetzt mit Lamine Camara und Denis Zakaria, den Weg nach vorn. Ihre Konter sorgten häufig für Gefahr und zwangen Marseille zu Fehlern, die sie nicht ausschöpften.

Die zweite Halbzeit war von einem ausgeglicheneren Spielverlauf geprägt. Beide Teams hatten weiterhin Chancen auf den Siegtreffer, doch die Verteidigungen standen stabil. Praxisnaher Kombinationsfußball vermischte sich mit Phasen der Taktik und Abwarten. Die Defensivreihen, angeführt von Benjamin Pavard und Nayef Aguerd bei Marseille sowie Mohammed Salisu und Thilo Kehrer bei Monaco, konnten mehrere gefährliche Situationen bereinigen.

Am Ende teilten sich beide Mannschaften die Punkte nach einem Tor pro Seite, was dem Spielverlauf und der Balance zwischen Offensive und Defensive gerecht wurde.

Formationen und Aufstellungen

  • Olympique de Marseille: Das Team spielte in einem flexiblen 3-5-2-System, bei dem Torwart Geronimo Rulli im Tor stand. Die Abwehr wurde von Amir Murillo, Benjamin Pavard und Nayef Aguerd gebildet. Im Mittelfeld agierten Pierre-Emile Højbjerg, Geoffrey Kondogbia und Arthur Vermeeren zentral, flankiert von Timothy Weah und Emerson Palmieri auf den Außenpositionen. Das Angriffsduo bestand aus Mason Greenwood und Pierre-Emerick Aubameyang.
  • AS Monaco: Monaco setzte auf ein 4-2-3-1-System mit Lukas Hradecky im Tor. Die Abwehrkette bildeten Vanderson, Thilo Kehrer, Mohammed Salisu und Caio Henrique. Im defensiven Mittelfeld spielten Lamine Camara und Denis Zakaria, während Takumi Minamino als offensiver Mittelfeldspieler agierte. Die offensive Dreierreihe ergänzten Maghnés Akliouche und Aleksandr Golovin. Die Spitze besetzte Folarin Balogun.

Folgen für die Saison

Das Unentschieden bringt Marseille zwar weiterhin nahe an die Tabellenführung heran, verzögert aber gleichzeitig die Möglichkeit, sich vom Verfolgerfeld abzusetzen. Die Phocéens bleiben punktgleich auf Rang drei, nachdem sie in den letzten Ligaspielen nur einen von sechs möglichen Zählern einfahren konnten. Für AS Monaco bedeutet der Punktgewinn einen kleinen Erfolg in einer aktuell schwierigen Phase. Das Team bleibt im oberen Mittelfeld positioniert, hat jedoch bereits sechs Punkte Rückstand auf die Champions-League-Plätze und steht unter Druck, die Formkurve bald zu verbessern.

Beide Klubs zeigten im direkten Vergleich ihre Stärken, konnten aber auch die Schwächen der jeweils anderen Seite gut ausnutzen. Damit positioniert sich das Duell zwischen Marseille und Monaco als Schlüsselspiel in der laufenden Ligue-1-Saison, das aufzeigt, wie eng und umkämpft die Spitzenplätze sind.

Ausblick

Marseille wird sich künftig auf eine Stabilisierung der Leistung und auf effektiveren Torabschluss konzentrieren müssen, um im Titelrennen weiter mitzureden. Monaco hingegen ist gefordert, die Konstanz in der Liga zurückzugewinnen und die defensive Stabilität zu festigen, um die Chancen auf internationale Wettbewerbe zu wahren.

Quellen