DFB-Pokal: FC St. Pauli erreicht Achtelfinale nach Elfmeterschießen gegen TSG Hoffenheim
Im DFB-Pokal der Saison 2025/26 kam es in der zweiten Runde zu einer intensiven Begegnung zwischen dem FC St. Pauli und der TSG Hoffenheim. Das Spiel im Millerntor-Stadion endete nach regulärer Spielzeit und Verlängerung mit einem 2:2-Unentschieden. Im Elfmeterschießen setzten sich die Hamburger mit 8:7 durch und sicherten sich damit den Einzug ins Achtelfinale des Pokalwettbewerbs.
Frühes Führungstor und schneller Ausgleich
Das Spiel begann mit einem raschen Treffer für die Gastgeber. Bereits nach 44 Sekunden brachte Hauke Wahl St. Pauli in Führung. Diese frühe Führung war die Antwort auf eine Druckphase, in der Hoffenheim versuchte, das Spiel zu kontrollieren. Nach der Halbzeitpause präsentierte sich Hoffenheim entschlossener und erzwang durch Grischa Prömel in der 47. Minute den Ausgleich. Beide Teams agierten mit einer offensiven Ausrichtung, wobei St. Pauli durch Konter gefährlich blieb.
Verlängerung mit umstrittenem Handelfmeter und spätem Ausgleich
In der Verlängerung sorgte ein strafstoßbedingter Treffer von Andrej Kramaric in der 107. Minute für die Führung der Hoffenheimer. Die Entscheidung wurde kontrovers diskutiert, da der Ball Kramaric an den angelegten Arm sprang, als er sich wegdrehte. Trotz dieses Rückschlags bewies St. Pauli Moral und konnte in der Nachspielzeit durch Matias Pereira Lage in der zweiten Minute der Nachspielzeit der Verlängerung den Ausgleich erzielen. Dieses Tor bedeutete die Entscheidung zugunsten einer Verlängerung per Elfmeterschießen.
Elfmeterschießen als Krönung einer dramatischen Partie
Im anschließenden Strafstoßschießen zeigten beide Mannschaften eine hohe Präzision und Nervenstärke. Insgesamt traten 18 Schützen an den Punkt, was die Ausgeglichenheit der Begegnung unterstrich. Torhüter Ben Voll vom FC St. Pauli zeigte starke Paraden und hielt den Gastgebern damit den Rücken frei. Das Schießen endete mit 8:7 zugunsten des FC St. Pauli, nachdem Hoffenheims Spieler Albian Hajdari den entscheidenden Elfmeter vergab. Für den FC St. Pauli verwandelte Hauke Wahl den letzten Elfmeter und entschied das Spiel.
Statistische Eckdaten und Bedeutung des Erfolgs
- Endergebnis nach Verlängerung: 2:2
- Elfmeterschießen: 8:7 für FC St. Pauli
- Zuschauerzahl: 28.123 im Millerntor-Stadion
- Frühe Führung durch Hauke Wahl (1. Minute)
- Ausgleich durch Grischa Prömel (47. Minute)
- Hoffenheimer Führung durch Handelfmeter von Andrej Kramaric (107. Minute)
- Späten Ausgleich für St. Pauli erzielte Matias Pereira Lage (120.+2)
Der Sieg im Pokal signalisiert einen Stimmungswechsel für den FC St. Pauli, der zuvor mehrere Niederlagen in der Bundesliga hinnehmen musste. Die Qualifikation für das Achtelfinale ist für die Hamburger erst das dritte Mal innerhalb von zwei Jahrzehnten gelungen und stellt einen wichtigen Fortschritt im Saisonverlauf dar. Für Hoffenheim bedeutet das Ausscheiden eine bittere Niederlage nach zuvor erfolgreichem Ligaspiel gegen St. Pauli.
Teamaufstellungen und Trainer
- FC St. Pauli (Trainer Alexander Blessin): Ben Voll im Tor, Abwehrreihe mit Hauke Wahl, Smith, Mets (im Verlängerungsausgleich Ritzka), Mittelfeld und Sturm mit Spielern wie Pyrka, Sands, Fujita, Oppie, Metcalfe, Hountondji, Afolayan und Pereira Lage.
- TSG Hoffenheim: Stammtorwart Baumann, Verteidiger Prass, Hranac und Hajdari, Mittelfeld mit Avdullahu, Prömel, sowie Offensivspieler Kramaric, der entscheidende Tore erzielte.
Spielverlauf im Überblick
St. Pauli startete mit viel Tempo und setzte Hoffenheim früh unter Druck. Trotz der schnellen Führung gelang es den Gästen, das Spiel nach der Pause offener zu gestalten und den Ausgleich herbeizuführen. Die Verlängerung brachte weitere Spannung mit einem umstrittenen Foulelfmeter zugunsten der Hoffenheimer. St. Pauli konnte jedoch auch davon unbeeindruckt bleiben und erzwang den glücklichen Ausgleich knapp vor Spielende. Das anschließende Elfmeterschießen entwickelte sich zu einem spektakulären Krimi, der die Zuschauer in den Bann zog.
Fazit
Diese Begegnung war geprägt von intensiven Zweikämpfen, schnellen Toren und einer dramatischen Verlängerung. Am Ende bewies der FC St. Pauli Nervenstärke im Elfmeterschießen und beendet damit seine Negativserie. Die Hamburger setzen sich im DFB-Pokal durch und fahren eine wichtige Motivation für die kommenden Pflichtspiele ein. Hoffenheim dagegen muss die Niederlage im Pokal schnell verarbeiten, um sich in der Bundesliga wieder zu stabilisieren.
