1. FC Köln und FC St. Pauli trennen sich mit 1:1-Unentschieden
Am 13. Spieltag der Bundesliga 2025/2026 traf der 1. FC Köln am 6. Dezember vor heimischem Publikum auf den FC St. Pauli. Die Begegnung endete mit einem 1:1-Unentschieden, wobei das Ausgleichstor der Gäste erst in der vierten Minute der Nachspielzeit fiel. Trotz der klaren Führung der Kölner zur Halbzeit blieb dem Aufsteiger aus Hamburg am Ende ein verdienter Punktgewinn.
Spielverlauf und Torschützen
Die erste Hälfte blieb torlos, obwohl der 1. FC Köln von Beginn an die offensivere Mannschaft war. In der zweiten Halbzeit sorgte Said El Mala kurz nach Wiederanpfiff (51. Minute) für die Führung der Gastgeber. Sein Sololauf, bei dem er zwei Verteidiger der Kiezkicker hinter sich ließ, brachte dem Team aus Köln eine vermeintliche Weichenstellung zum Sieg.
Die Partie hielt jedoch eine dramatische Wendung bereit. In der Nachspielzeit (90’+4’) gelang Ricky-Jade Jones, der kurz zuvor eingewechselt worden war, mit seinem ersten Torschuss für St. Pauli per Kopf der späte Ausgleichstreffer. Damit verhinderte die Mannschaft aus Hamburg die zehnte Niederlage in Serie in der Liga und sicherte sich den ersten Punkt seit fast drei Monaten.
Taktische Ausrichtung und Spielqualität
Die Partie war von einer mäßigen spielerischen Leistung geprägt. Beide Mannschaften präsentierten sich bemüht, aber ohne zwingenden Spielfluss. Köln übernahm zwar die Spielkontrolle und versuchte, durch Kombinationen Chancen zu kreieren, hatte mit Ausnahme von El Malas Solo jedoch Schwierigkeiten, gefährlich vor das Tor zu kommen.
St. Pauli agierte defensiv und wartete auf Kontergelegenheiten. Die Abwehrreihen dominierten über weite Strecken das Geschehen, was zu wenigen Höhepunkten führte. Trainer Alexander Blessin setzte im dritten Spiel innerhalb von acht Tagen auf fast dieselbe Elf wie in den vorangegangenen Pokalspielen, um Kontinuität zu gewährleisten.
Tabellarische Auswirkungen
Mit dem Unentschieden verbessert der 1. FC Köln seine Position im Mittelfeld der Tabelle und hält bei 16 Punkten. Die Mannschaft verbleibt auf dem achten Platz und kann mit dem Ergebnis die sieben Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone zumindest vorübergehend halten. Das nächste Spiel bestreiten die Geißböcke gegen Bayer 04 Leverkusen.
Für den FC St. Pauli war der Punkt knapp vor Weihnachten ein wichtiger Schritt, um die Negativserie von neun Niederlagen in Folge zu beenden. Trotz der weiter tief angesiedelten Situation auf Tabellenplatz 17 konnte das Team so zumindest zwei Zähler vor dem Schlusslicht Mainz 05 bewahren. Die Hamburger stehen weiterhin unter Druck, da der Rückstand auf den Relegationsplatz durch die Konkurrenz angewachsen ist.
Ausblick und bedeutende Personalentscheidungen
Bei Köln vertraute Trainer Lukas Kwasniok auf eine Mannschaft, die sowohl in der Defensive als auch offensiv ausgeglichen besetzt war. Marvin Schwäbe im Tor sorgte für Stabilität, während vor allem Said El Mala mit seinem Dribbling Akzente setzte. Die Einwechslungen in der zweiten Hälfte sollten neue Impulse geben, konnten den ersehnten Sieg aber nicht mehr sichern.
St. Pauli setzte auf eine defensive Grundordnung und nutzte seine Wechselmöglichkeiten effektiv, indem kurz vor Schluss mit Ricky-Jade Jones ein frischer Angreifer den entscheidenden Treffer erzielte. Die Hamburger müssen nun in den kommenden Spielen dringend Punkte sammeln, um die prekäre Lage in der Bundesliga zu verbessern.
Fazit
Das Duell zwischen 1. FC Köln und dem FC St. Pauli bot trotz mäßiger spielerischer Qualität Spannung bis zur letzten Minute. Das frühe Tor von El Mala schien den Hausherren den Sieg zu sichern. Doch die späte Antwort der Gäste zeigte einmal mehr, wie unberechenbar der Fußball sein kann. Köln festigt seinen Mittelfeldplatz, während St. Pauli mit dem Punktgewinn einen kleinen Hoffnungsschimmer für den Klassenerhalt bewahrt.
