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Hamburger SV – Werder Bremen 3:2 (2025-12-07)

Hamburger SV gewinnt spektakuläres Nordderby gegen Werder Bremen mit 3:2

Am 13. Spieltag der Bundesliga-Saison 2025/26 trafen der Hamburger SV und Werder Bremen im Volksparkstadion aufeinander. Das mit Spannung erwartete Nordderby endete mit einem 3:2-Heimsieg für den HSV, wodurch die Rothosen nach einer Pausenführung der Gäste die Partie nach der Halbzeit drehten. Damit konnte der Hamburger SV nach längerer Zeit einen direkten Erfolg gegen die Hanseaten feiern und im Tabellenmittelfeld wichtige Punkte sichern.

Spielverlauf und Tore

Die erste Hälfte blieb trotz engagierter Bemühungen beider Mannschaften torarm. Erst in der Schlussphase vor dem Pausentee brachte Jens Stage die Gäste aus Bremen in Führung. Damit gingen die Bremer mit einem knappen Vorteil in die Kabine. Nach Wiederanpfiff intensivierte Hamburg die Offensivaktionen und erzielte durch Albert Sambi Lokonga den Ausgleichstreffer in der 63. Minute.

In der Folgezeit gelang Luka Vušković ein spektakuläres Tor, mit dem er die Hamburger erstmals in Führung brachte. Doch die Bremer Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Justin Njinmah stellte nur wenige Minuten später den Spielstand wieder auf Unentschieden. Den abschließenden und entscheidenden Treffer erzielte der eingewechselte Yussuf Poulsen in der 84. Minute, dessen linker Schuss zum 3:2 gleichzeitig den Endstand markierte.

Taktische Ansätze und Mannschaftsaufstellungen

Trainer Merlin Polzin vom HSV reagierte auf eine jüngste Pokalniederlage mit mehreren Veränderungen in der Startelf. Unter anderem erhielt Daniel Heuer Fernandes das Vertrauen im Tor, zudem kehrten Spieler wie Jean-Luc Dompé nach Verletzungen zurück. Das Team formierte sich in einem 3-4-3-System und zeigte sowohl defensiv als auch offensiv Einsatzbereitschaft und Mut, was sich insbesondere in der zweiten Halbzeit auszahlen sollte.

Werder Bremen trat mit unveränderter Anfangsformation im Vergleich zum Spiel gegen Köln an. Trainer Horst Steffen setzte auf Stabilität und Vertrautheit seiner Mannschaft, die sich im ersten Durchgang kontrolliert präsentierte. Trotz der Pausenführung gelang es den Gästen nicht, das Tempo gleichmäßig hochzuhalten, was der Hamburger SV geschickt ausnutzte.

Schlüsselspieler und Einwechselungen

  • Albert Sambi Lokonga spielte eine zentrale Rolle beim HSV, initiierte wichtige Angriffe und zeichnete sich mit dem Ausgleichstor aus.
  • Luka Vušković avancierte mit einem technisch anspruchsvollen Treffer zum Matchwinner vor der letzten Führung.
  • Justin Njinmah sorgte mit seinem Treffer für die erneute Bremer Antwort im Spielverlauf, nachdem er eingewechselt worden war.
  • Yussuf Poulsen, nach längerer Verletzungspause erst eingewechselt, markierte mit seinem Treffer zum 3:2 den Siegtreffer und stellte seine Wichtigkeit als Führungsspieler unter Beweis.

Spielanalyse und Bedeutung des Ergebnisses

Das Derby zeichnete sich durch emotionale Intensität und einen abwechslungsreichen Schlagabtausch aus. Beide Teams suchten den Weg nach vorne, was vor allem in der zweiten Hälfte zahlreiche Chancen und Toraktionen ermöglichte. Der HSV zeigte sich trotz eines Rückstands im ersten Durchgang verbessert und mutiger als in einigen vergangenen Begegnungen. Die Flexibilität in den personellen Entscheidungen sowie die taktische Ausrichtung von Trainer Polzin trugen letztlich zum Erfolg bei.

Für Werder Bremen bedeutet die Niederlage eine Rückkehr in den unteren Tabellenbereich auf Rang elf, während der Hamburger SV auf Rang 13 verbleibt. In der Tabelle verschieben sich die Positionen somit nur marginal, jedoch hat der HSV mit dem Dreier im Nordderby wichtige Selbstvertrauenspunkte gesammelt.

Fazit

Das erste Bundesliga-Nordderby seit fast acht Jahren bot Spannung bis zur Schlussphase, das der Hamburger SV dank effektiver Chancenverwertung und einem starken Auftritt nach der Pause für sich entschied. Die Partie unterstrich die hohe Bedeutung der Regionalklassiker im deutschen Fußball und zeigte, dass beide Teams trotz aktueller Tabellenlage auf Augenhöhe agieren können. Die Entwicklung des Hamburger SV unter Merlin Polzin macht Hoffnung auf weiter positive Ergebnisse, während Werder Bremen sich sorgfältig neu orientieren muss, um in der Liga wieder stabiler aufzutreten.

Quellen