FC St. Pauli beendet Sieglos-Serie mit 2:1-Heimsieg gegen 1. FC Heidenheim
Am 14. Spieltag der Bundesliga setzte sich der FC St. Pauli im Kellerduell gegen den 1. FC Heidenheim zu Hause mit 2:1 durch. Die Begegnung am Samstag, den 13. Dezember 2025, im ausverkauften Millerntor-Stadion nahm vor 29.546 Zuschauern einen intensiven Verlauf, der insbesondere durch die frühe Unterzahl der Hamburger geprägt wurde. Trotz des Ausschlusses von Eric Smith kurz vor der Halbzeitpause (45.+1 Minute) behielt St. Pauli die Oberhand und setzte erstmals nach zehn sieglosen Partien wieder einen Erfolg in der Bundesliga.
Spielverlauf und Tore
Der FC St. Pauli zeigte von Beginn an ein engagiertes und taktisch diszipliniertes Auftreten. Martijn Kaars avancierte mit seinen ersten beiden Bundesliga-Toren zum entscheidenden Akteur. Das erste Tor erzielte er in der 35. Minute, nachdem die Gastgeber bereits in der ersten Hälfte die besseren Chancen vorzuweisen hatten und die Partie mit einer knappen Führung in die Pause gingen.
In der zweiten Halbzeit erhöhte Kaars in der 53. Minute mit einem weiteren kraftvollen Abschluss, der mit einer Geschwindigkeit von über 100 km/h ins Netz flog, auf 2:0. Dadurch setzte St. Pauli ein wichtiges Ausrufezeichen, auch wenn die Überzahl der Heidenheimer nach dem Platzverweis genutzt wurde, um eine Druckphase zu erzeugen.
Marvin Pieringer gelang in der 64. Minute für Heidenheim der Anschlusstreffer. Das Team aus der Brenzstadt zeigte sich in der Folge dominanter und drängte auf den Ausgleich. Die Hamburger Defensive stand in der Schlussphase jedoch standhaft und sicherte den Dreier durch ein hart erkämpftes Ergebnis.
Taktische Aufstellungen und Personalentscheidungen
- Trainer Alexander Blessin vertraute der gleichen Startelf wie beim 1:1 gegen den 1. FC Köln zuvor, setzte auf Kontinuität in der Aufstellung.
- Bei Heidenheim nahm Coach Frank Schmidt drei Veränderungen vor und ließ unter anderem Tim Siersleben, Arijon Ibrahimovic und Adrian Beck zunächst auf der Bank.
- Die Hamburger setzten auf ein aggressives Pressing und eine frühe Angriffsbemühung, um den Gegner unter Druck zu setzen.
Bedeutung des Ergebnisses und Tabellenkontext
Für den FC St. Pauli war der Erfolg ein Befreiungsschlag. Mit nunmehr 11 Punkten zog das Team an Heidenheim vorbei und kletterte auf den Relegationsplatz 16 in der Tabelle. Die Niederlage für Heidenheim bedeutete hingegen einen Rückschlag nach zwei Siegen in Folge, trotz ebenfalls 11 Punkten rangiert der Club nun einen Rang hinter St. Pauli auf einem direkten Abstiegsplatz.
Das Resultat bringt für die Hamburger nicht nur drei wichtige Punkte, sondern beendet auch eine lange Negativserie von zehn Bundesligaspielen ohne Sieg. Das Team zeigte sich nach der Gelb-Roten Karte in der zweiten Halbzeit besonders defensiv stark und brachte die knappe Führung über die Zeit.
Ausblick und weitere Perspektiven
Der FC St. Pauli kann mit dem gewonnenen Selbstvertrauen in die kommenden Begegnungen gehen, unter anderem steht am nächsten Spieltag ein weiteres Duell im Tabellenkeller an, wenn die Mannschaft beim aktuell Tabellenletzten 1. FSV Mainz 05 antritt.
Heidenheim muss die Niederlage analysieren und die Defensive stabilisieren, um nicht weiter in Abstiegsgefahr zu geraten. Das Team hat in dieser Bundesliga-Saison bereits einen positiven Entwicklungsschub gezeigt, dennoch sind weitere Ergebnisse gegen direkte Konkurrenten von enormer Bedeutung.
Fazit
Das Kellerduell zwischen dem FC St. Pauli und dem 1. FC Heidenheim zeigte beispielhaft, wie intensiv und nervenaufreibend der Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga ausgefochten wird. St. Pauli nutzte seine Heimstärke trotz vermindertem Personal und verbesserte damit seine Lage deutlich. Heidenheim muss die Schwächephase nach dem guten Saisonstart abstellen, um weiterhin konkurrenzfähig im Abstiegskampf zu bleiben.